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Cole

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1

Sonntag, 21. Juli 2013, 16:27

Die G5 von GHK


Klein aber fein: Die G5 von GHK

Es war ein mal vor langer Zeit, da bauten mutige
Chinesen und Japaner irgendwelche Waffen nach, um mit diesen Replikas
dann Plastikkügelchen aufeinander zu schießen. Das ganze war ein
ziemlich Asienzentriertes Randphänomen, und niemanden im Westen
interessierte so wirklich, wie diese Teile aussahen, oder was darauf
gedruckt stand. Bald begannen Firmen wie z.B. Colt, Glock und HK zu
versuchen, die Airsoft-Hersteller davon abzuhalten, ihre Trademarks
auf die Airsoft-Repros zu drucken. Ihr Einfluss war aber ehr
begrenzt, zumeist auf Länder mit sehr striktem Lizenzrecht, im
Klartext die USA und Deutschland. Aber irgendwann kamen gewisse
Firmen auf den Trichter, dass Airsoft doch ein recht lukrativer Markt
sein könnte, und kauften die Lizenzrecht an Diesem, Jenem und
Welchem auf.

Heute, ein paar Jahre später, müssen Airsofthersteller
schon sehr aufpassen, was sie bauen, weil sie sehr schnell
irgendjemandes Lizenzrecht verletzen könnten, die sich mittlerweile
nicht nur auf Markings, sondern auch auf Aussehen und teilweise sogar
Funktion erstreckt.

Die Antwort einiger Firmen, wie GHK oder auch APS
besteht darin, eingene Waffen zu designen. Im Falle von GHK ist dies
die G5.

Von außen und von innen...

Die G5 enthält verschieden bekannte Elemente. So sind
die Internals sehr stark an bestehende GHK-Produkte angelehnt, wenn
nicht gar 1:1 übernommen, vor allem von der PDW.


Extern erinnert die G5 ein wenig an die Skorpion Evo,
die Mp5 und PDW. Mich persönlich erinnerte sie nicht zuletzt sehr
stark an die ScaraB von Crysis II und III.

Extern besteht die G5 zum größten Teil aus Kunststoff.
Stock, Lower, (monolithischer) Upper, alles Plastik. Einzig der Lauf
und zugehörige Komponenten sind Metall. Über 4 Schrauben ist der
Lauf im Upper fixiert und kann ggf getauscht werden. Der Griff ist
abnehmbar und kann durch jeden AR-15 GBB oder RS Griff ersetzt
werden. Tatsächlich ist der Standardgriff etwas unbequem und wurde
von mir gegen einen TD-Grip getauscht. Der Ladehebel sitzt auf einer
Führungstange, die den Verschluss bewegt. Theoretisch kann er
ausgebaut und nach Gusto recht oder Links montiert werden. Der sehr
kleine und steife Fireselector ist ebenfalls beidseitig und kann, im
Gegensatz zu ARs, auch ungespannt auf Safe gestellt werden. Auch der
Magcatch ist beidseitig bediehnbar, wobei ich durch Ars das
rechtsseitige Auswerfen gewöhnt bin. Mitgeliefert werden außerdem Ironsights, wobei - ähnlicher der Masada - die vordere eine eingelassene Flipup und die hintere separat montiert ist.


Durch den reichlichen Einsatz von Kunststoff ist die G5
sehr leicht. Ohne Magazin vermutlich so um die 2 kg.


GHK hat bereits ein „Carbine Kit“ angekündigt, mit
dem die G5 vermutlich einer 11-12“ AR entsprechen dürfte, was die
Länge angeht

Intern dürfte die G5 sehr nahe an die GHK (KAC) PDW
angelehnt sein. Der Verschluss, die der WA-AR15 entlehnte Nozzle,
alles Teile, die GHK schon vorher benutzt hat. Im Gegensatz zur PDW
hat die G5 den Charging Handle allerdings nicht an der Rückseite wie
ein M4, sondern vorne wie eine MP5. Genau wie die Hks hat sie auch
einen Fang für den Ladehebel, mit dem dieser arretiert und
abgeschlagen werden kann.


Generell ist der Bolt Catch eine interessante
Innovation. Es handelt sich dabei um ein kleines Stahlstück, dass in
den Firing Block eingelassen ist und von einem Magneten gehalten
wird. Ist das Magazin leer, drückt der Follower im Magazin den
Boltcatch nach oben, der Verschluss fängt und hält den Catch
gleichzeitig fest. Wird der Ladehebel betätigt, rutscht der Catch,
vom Magneten gezogen, wieder aus dem Weg. Eine sehr elegante Lösung.


Der Verschluss ist ein dicker Klotz Metall, dem Gewicht
nach vermutlich Stahl. Der Upgrade-Bolt von RA-Tech soll noch etwas
schwerer sein, allerdings habe ich gehört, er kann den Body zum
Reißen bringen. Es gibt zwar Ersatzteile (bei WGC), aber
sinnigerweise hat Sniper mal wieder das F auf den Upper gepackt,
wodurch ein Austausch flachfällt. Der Rüchstoß ist aber so auch
heftig genug.




Einsetzbarkeit, Schussverhalten etc

Prinzipiell funktioniert die G5 sehr gut. Trotz des
schweren Verschlusses repetiert sie sehr zuverlässig. Ich habe sie
gestern gespielt, dürfte so insgesamt ~20 Magazine durch haben und
hatte gerade mal einen Missfeed (eine BB sprang aus der
Führungsschiene und verklemmte sich, GBBR-typisch mit einem
Durchladen zu beheben).

Das Hopup ist vermutlich nicht gerade das beste, schien
sich immer wieder ein wenig zu verstellen. Nicht ganz mit Prowin-HU
auf der WA zu vergleichen. Allerdings ist die G5, mit dem momentan
erhältlichen ca 7“ Lauf eh ehr für CQB gedacht, wo minimale
seitliche Abweichungen nicht so schlimm sind.

Generell ist die G5 extrem CQB-Tauglich. Sie ist klein,
leicht und wendig, hat das klassische schnelle Ansprechverhalten von
GBBs und trifft auf 15m zuverlässig einen Dosenboden. Auf längere
Entfernungen kann das HU, in Verbindung mit dem kurzen Lauf, nicht
ganz überzeugen. Theoretisch sollten AEG-Gummis und Läufe aber
passen.

Gerade wer seine WA mit Alu-Verschlüssen betreibt,
sollte allerding etwas acht geben. Wenn man die G5 nicht wirklich
fest hält, verzieht sie, gerade bei schnellen Schußfolgen.

Wer bereits WA Magazine hat, kann diese problemlos in
der G5 verwenden, evtl lohnt es sich, das Valve Lock auszubauen (wenn
man das nicht bereits getan haben sollte). Anders herum funktionieren
die G5-Mags auch in jeder WA. Für Inos und G&Ps sollte man den
Teil, der im Magazinschacht verschwindet, auf beiden Seiten leicht
abfeilen.


Nachteile

Ja, ein paar hat sie dann doch.

Der erste hängt mit dem Trigger zusammen. GBB oder
RS-User sind gewohnt, das ihr Abzug einen Ansatzpunkt hat. Es ist ein
Widerstand, bis zu dem man den Abzug gefahrlos drücken kann, um
danach mit möglichst wenig Verriß den Schuss auszulösen. Bei der
G5 ist diese Punkt kein scharf erkennbarer Punkt, sondern ehr ein
weicher Hubbel, worauf man achten muss. Auch Kehrt der Abzug beim
spannen wieder in seine Ausgansposition zurück. Es gibt keinen
verkürzten Abzugsweg und kein sichtbares gespannt-sein. Generell
verhält sich der Abzug ehr wie bei einer AEG.

Das Nachladen ist auch so ein Ding. Ja, das Spannen und
Abschlagen ist ja schön cool, aber für einen schnellen
Magazinwechsel gefällt mir ein System wie beim M4 oder gar bei der
Masada besser, wo ich nicht nach vorne greifen und durchladen muss.

Last but not least kann der linksseitige Magcatch
Auslöser mit etwas Pech durch ein hartes Teil am Gerödel, wo die G5
gegenschlägt, versehentlich ausgelöst werden.

Fazit: klein aber fein.

Die G5 ist eine sehr leichte CQB-Waffe. Mit
eingeklappter Schulterstüze dürfte sie etwa einer Skorpion
entsprechen, viel kürzer wird’s nicht mehr. Für enge Räume macht
sie das perfekt. GHK verlässt sich auf einiges Bewährtes, wie z.B.
die AK und PDW-erprobten Internals oder auch den Zugang zu
WA-Magazinen. Wer eine GBB-MP sucht, die Kriss verpasst hat und der
UMP so weit traut, wie er sie werfen kann, aht hier sein perfektes
Werkzeug gefunden, zumal die Chance besteht, seine Magazine mehrfach
zu nutzen.

  • »Hanfritter« ist männlich

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2

Montag, 22. Juli 2013, 12:16

Schönes Review.
Würde ich nicht auf die 417 warten, wäre die schon bei mir. Ich mag so kleine Giftspritzen irgendwie :gun_bandana:
Ein Kommetar zum Cooldown(angebliche Frostresistenz des Magazins) wären noch ganz gut.

Cole

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3

Dienstag, 23. Juli 2013, 09:24

Stimmt. Nur bei den momentanen Temperaturen ist eh nicht viel mit Cooldown. Wenn wir wieder so zwischen 10 und 20 Grad haben, lässt sich da sinnvoller etwas zu sagen. Bei >24° kannst du ohne merklichen Cooldown das ganze Magazin verballern

  • »Hanfritter« ist männlich

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4

Dienstag, 23. Juli 2013, 12:21

Gut, da hast du auch wieder recht :fressehalten:

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